Taschengeldtabelle 2026: Wie viel Taschengeld in welchem Alter?

Die aktuelle Taschengeldtabelle 2026 auf einen Blick: empfohlene Beträge nach Alter, wöchentlich oder monatlich, ab wann Taschengeld sinnvoll ist — und wie du den Überblick behältst.

Samstag, Supermarktkasse. Dein Kind hält ein Panini-Heft hoch, du sagst „das kannst du dir ja vom Taschengeld kaufen" — und merkst im selben Moment: Ihr habt nie richtig festgelegt, wie viel Taschengeld es eigentlich gibt. Irgendwas zwischen „ab und zu mal zwei Euro" und „Oma hat neulich was zugesteckt".

Damit bist du nicht allein, und die Antwort ist zum Glück gut sortiert: Die Taschengeldtabelle des Deutschen Jugendinstituts (DJI) gibt für jedes Alter eine bewährte Spanne vor — von 50 Cent pro Woche für Vierjährige bis 60 Euro im Monat für 17-Jährige. Ein 8-Jähriger landet bei 3 bis 4 Euro pro Woche, eine 12-Jährige bei 20 bis 30 Euro im Monat. Das sind Orientierungswerte, keine Vorschriften — aber sie nehmen dir die schwierigste Frage ab: Was ist normal?

Die Taschengeldtabelle 2026 im Überblick

Eine gesetzliche Pflicht zum Taschengeld gibt es in Deutschland nicht — auch keine vorgeschriebene Höhe. Die folgenden Werte stammen aus den Empfehlungen des Deutschen Jugendinstituts, die auch von den Jugendämtern als Richtschnur verwendet werden (zuletzt angepasst unter Berücksichtigung der Inflation):

AlterEmpfohlener BetragAuszahlung
4–5 Jahre0,50 – 1,00 €pro Woche
6–7 Jahre2,00 – 3,00 €pro Woche
8–9 Jahre3,00 – 4,00 €pro Woche
10–11 Jahre15 – 25 €pro Monat
12–13 Jahre20 – 30 €pro Monat
14–15 Jahre25 – 45 €pro Monat
16–17 Jahre40 – 60 €pro Monat

Wo ihr innerhalb der Spanne landet, hängt von zwei Dingen ab:

  • Was soll das Taschengeld abdecken? Muss dein Kind davon eigene Süßigkeiten, Sammelkarten oder App-Käufe bezahlen, gehört es ans obere Ende. Ist es reines „Spaßgeld", reicht das untere.
  • Was gibt euer Budget her? Die Tabelle ist eine Orientierung, kein Wettbewerb. Ein verlässlich gezahlter kleinerer Betrag ist mehr wert als ein großzügiger, der mal kommt und mal nicht.

Sag die Entscheidung einmal laut und klar: „Du bekommst 3 Euro pro Woche, davon zahlst du deine Sticker selbst." Die meisten Taschengeld-Diskussionen entstehen nicht über die Höhe, sondern darüber, dass nie jemand festgelegt hat, wofür es da ist.

Wöchentlich oder monatlich auszahlen?

Die Tabelle wechselt ab 10 Jahren von Wochen- auf Monatsbeträge — und das ist kein Zufall.

Unter 10: wöchentlich. Jüngere Kinder können Zeiträume noch schlecht überblicken. Ein Monat ist für einen Sechsjährigen ungefähr so greifbar wie ein Jahrzehnt für dich. Ein kurzer, fester Rhythmus — jeden Sonntag nach dem Frühstück — macht den Zusammenhang zwischen Warten, Sparen und Kaufen überhaupt erst erlebbar.

Ab 10: monatlich. Jetzt beginnt das eigentliche Training: einen Betrag über vier Wochen einteilen, am Monatsende noch etwas übrig haben, für Größeres sparen. Wer mit 11 lernt, dass die letzte Monatswoche ohne Planung ziemlich lang wird, muss diese Lektion mit 18 nicht mit dem ersten eigenen Gehalt lernen.

Der Taschengeldparagraph

Übrigens regelt § 110 BGB — der sogenannte Taschengeldparagraph — dass Kinder Dinge, die sie von ihrem Taschengeld bezahlen, wirksam kaufen dürfen, auch ohne dass du daneben stehst. Größere Anschaffungen kannst du trotzdem rückgängig machen, wenn sie offensichtlich über das Taschengeld hinausgehen.

Ab wann ist Taschengeld sinnvoll?

Früher, als viele denken: ab etwa vier bis fünf Jahren. Entscheidend ist nicht das Alter auf dem Papier, sondern ob dein Kind verstanden hat, dass Geld gegen Dinge getauscht wird und weg ist, wenn man es ausgibt.

Am Anfang zählt nicht der Betrag, sondern das Ritual: gleicher Tag, gleicher Betrag, echte Münzen in eine durchsichtige Dose. Ein Kind, das zusieht, wie die Dose Richtung Wunschspielzeug wächst, lernt Sparen nebenbei — ganz ohne Vortrag.

Und wenn dein Kind noch zu jung für Geld ist? Dann funktioniert dasselbe Prinzip mit anderen Währungen: Sticker, eine Extra-Gutenachtgeschichte, gesammelte Münzen in einer App. Wie du daraus ein System baust, das auch in Woche drei noch läuft, zeigt unser Ratgeber zum Belohnungssystem für Kinder.

Wofür Taschengeld da ist — und wofür nicht

Pädagogen sind sich hier ungewöhnlich einig: Taschengeld ist eine Lernchance, kein Lohn und kein Erziehungshebel. Drei Regeln halten das System sauber:

1. Taschengeld kommt bedingungslos. Es ist nicht an Zimmeraufräumen, Noten oder gutes Benehmen geknüpft. Sonst wird aus dem Lernwerkzeug ein Druckmittel — und aus jedem Konflikt eine Gehaltsverhandlung.

2. Es wird nicht als Strafe gestrichen. Ein gestrichenes Taschengeld lehrt vor allem eines: dass Zusagen nicht gelten. Konsequenzen für Verhalten gehören in eine andere Schublade als die Gelderziehung.

3. Fehlkäufe sind erlaubt. Die 9 Euro für das Plastikspielzeug, das am Donnerstag kaputt ist? Das ist kein Erziehungsfehler, das ist Lehrgeld im besten Sinne. Wer mit acht einen Fehlkauf bereut, entscheidet mit vierzehn merklich klüger.

Heißt das, Kinder sollen sich nichts dazuverdienen dürfen? Nein — es heißt nur, dass Grundtaschengeld und Zuverdienst getrennte Töpfe sind. Ob und wie Kinder sich mit Aufgaben im Haushalt etwas dazuverdienen sollten, ist eine eigene Debatte mit guten Argumenten auf beiden Seiten — wir haben sie im Ratgeber Taschengeld für Hausarbeit ehrlich aufgedröselt.

Einmal im Jahr anpassen

Der Geburtstag ist der natürliche Moment für die Taschengelderhöhung — die Tabelle wächst schließlich mit. Eine eingebaute jährliche „Gehaltserhöhung" motiviert; eine, die durch Quengeln erkämpft wird, lehrt die falsche Ökonomie.

Den Überblick behalten: die halbe Miete

Die meisten Taschengeldsysteme scheitern nicht an der Höhe, sondern an der Buchhaltung. Der Zahltag rutscht durch, niemand weiß mehr, ob die zwei Euro von letzter Woche schon gezahlt sind, und der Zuverdienst fürs Autowaschen existiert nur noch als vage Erinnerung. Nach drei solchen Wochen glaubt dein Kind dem System nicht mehr — zu Recht.

Was hilft, ist ein Ort, an dem alles sichtbar ist: was verdient wurde, was ausgezahlt ist, was noch aussteht. Das kann ein Wandkalender sein, eine Strichliste am Kühlschrank — oder eine Aufgaben-App für Kinder, die das Zählen übernimmt und nebenbei noch motiviert.

So macht Raccoon es leichter

Raccoon Kids ist genau für diese Buchhaltung gebaut — mit Münzen als Brücke zwischen Aufgaben und Taschengeld:

  • Du legst fest, was jede Aufgabe wert ist. Zähneputzen 10 Münzen, Staubsaugen 25. Und weil du bestimmst, was eine Münze in echtem Geld wert ist, passt der Kurs zu eurem Budget.
  • Kinder haken ab, du bestätigst. Dein Kind kann ein Foto als Beweis aufnehmen, und Münzen landen erst nach deinem Daumen hoch auf dem Konto — auch von unterwegs.
  • Jedes Kind hat sein eigenes Münzkonto. Die Ersparnisse der Sechsjährigen geraten nie mit denen des Elfjährigen durcheinander, und jedes Kind sieht nur die eigenen Aufgaben.
  • Wiederkehrende Aufgaben laufen automatisch. Einmal eingerichtet, erinnert die App per Push-Nachricht — den Zahltag vergisst sie auch dann nicht, wenn du es tust.
  • Belohnungen bestimmst du. Münzen können sich in Taschengeld verwandeln, aber genauso in Medienzeit, einen Ausflug oder den Filmabend — was immer bei euch zieht.

Fazit

Die Taschengeldtabelle 2026 beantwortet die schwierigste Frage in einer Minute: 50 Cent bis 1 Euro pro Woche für die Kleinsten, 15 bis 25 Euro im Monat mit zehn, bis zu 60 Euro mit siebzehn. Der Rest ist Handwerk — ein fester Zahltag, eine klare Ansage, wofür das Geld da ist, keine Strafen-Streichungen und eine Buchhaltung, die besser ist als dein Gedächtnis.

Dann verändert sich auch das Gespräch an der Supermarktkasse: aus „Kaufst du mir das?" wird „Reicht mein Taschengeld dafür schon?" — und genau diese Frage ist der ganze Sinn der Übung. Lade Raccoon Kids herunter und richte Aufgaben, Münzwerte und euren ersten Zahltag noch vor dem Schlafengehen ein.

Häufige Fragen

Wie viel Taschengeld sollte ein 10-jähriges Kind bekommen?
Die Taschengeldtabelle des Deutschen Jugendinstituts empfiehlt für 10- bis 11-Jährige 15 bis 25 Euro im Monat. Ab diesem Alter lohnt sich die Umstellung von wöchentlicher auf monatliche Auszahlung, damit dein Kind lernt, einen Betrag über mehrere Wochen einzuteilen. Wo ihr innerhalb der Spanne landet, hängt davon ab, was das Taschengeld abdecken soll.
Ab wann sollten Kinder Taschengeld bekommen?
Mit etwa vier bis fünf Jahren, sobald dein Kind versteht, dass man Geld gegen Dinge tauschen kann. Am Anfang reichen 50 Cent bis 1 Euro pro Woche. Wichtiger als der Betrag ist die Regelmäßigkeit: ein fester Zahltag, auf den sich dein Kind verlassen kann.
Darf ich das Taschengeld streichen, wenn mein Kind sich schlecht benimmt?
Davon raten Pädagogen ab. Taschengeld ist ein Lernwerkzeug für den Umgang mit Geld, keine Belohnung für Wohlverhalten. Wird es bei Ärger gestrichen, lernt dein Kind vor allem, dass das System unzuverlässig ist. Konsequenzen für Verhalten sollten woanders stattfinden — und Extra-Verdienstmöglichkeiten kannst du getrennt vom festen Taschengeld regeln.
Kann ich Taschengeld mit Raccoon Kids verwalten?
Ja. Du legst fest, wie viele Münzen eine Aufgabe wert ist, deine Kinder haken erledigte Aufgaben ab, und du bestätigst, bevor Münzen auf dem Konto landen. Da du selbst bestimmst, was eine Münze wert ist, lassen sich Münzen zu eurem eigenen Kurs in Taschengeld umrechnen — ohne Zettelwirtschaft und vergessene Schulden.

Weiterlesen