Irgendwo zwischen „Räum bitte dein Zimmer auf“ und dem vierten Erinnern ist er entstanden: der Plan, endlich einen Plan zu machen. Ein guter Aufgabenplan für Kinder leistet zwei Dinge. Er macht sichtbar, wer wofür zuständig ist — und er passt die Aufgaben an das an, was ein Kind in seinem Alter wirklich schafft. Gib einer Vierjährigen die Spülmaschine, und ihr seid beide frustriert. Gib einem Zwölfjährigen nur „Spielzeug wegräumen“, und er langweilt sich. In der Schweiz heißt derselbe Plan übrigens Ämtliplan — das Prinzip ist genau dasselbe.
Hier findest du die komplette Übersicht nach Alter, damit du für jedes Kind die richtigen Aufgaben auswählen kannst — auf Papier oder digital.
So nutzt du diese Seite
Spring zum Altersband deines Kindes, wähle drei bis fünf passende Aufgaben aus und entscheide, welche täglich und welche wöchentlich sind. Du kannst diese Seite direkt drucken — oder dieselben Aufgaben in einer App anlegen, damit deine Kinder sie selbst abhaken und sich Belohnungen verdienen.
Die Übersicht auf einen Blick
| Alter | Was realistisch ist | Wie viele Aufgaben |
|---|---|---|
| 2–3 Jahre | Nachahmen und Mitmachen, immer gemeinsam | 1–2, spielerisch |
| 4–5 Jahre | Erste eigene Aufgaben von Anfang bis Ende | 2–3 täglich |
| 6–8 Jahre | Mehrschrittige Aufgaben, kurze Routinen allein | 3–5 täglich |
| 9–12 Jahre | Echte Verantwortung im Haushalt | 3–5 täglich + wöchentliche |
| ab 13 Jahren | Selbstständigkeit und Lebenspraxis | Mix aus täglich und wöchentlich |
2 bis 3 Jahre: die Kleinsten
Hier geht es um Gewohnheit und Nachahmung, nicht um echte Hilfe. Bleib spielerisch und macht alles zusammen.
- Spielzeug in eine Kiste räumen
- Bücher ins Regal stellen
- Schmutzige Kleidung in den Wäschekorb werfen
- Kleine Missgeschicke mit einem Tuch aufwischen
- Haustier unter Aufsicht füttern
4 bis 5 Jahre: Kindergartenkinder
Immer noch einfach und bildtauglich — aber jetzt können sie eine Aufgabe von Anfang bis Ende übernehmen.
- Das Bett machen (ein grober Versuch zählt)
- Den Tisch mit unzerbrechlichem Geschirr decken
- Blumen gießen
- Morgens und abends Zähne putzen
- Socken aus der Wäsche zusammensuchen
- Haustier mit Hilfe füttern
6 bis 8 Jahre: Grundschulkinder
Jetzt klappen mehrschrittige Aufgaben und kurze Routinen ganz allein.
- Wäsche in hell und dunkel sortieren
- Böden fegen
- Ein einfaches Frühstück machen, etwa Müsli oder Toast
- Den eigenen Schulranzen packen
- Das Zimmer aufräumen
- Kleine Mülleimer leeren
- Das Waschbecken im Bad auswischen
9 bis 12 Jahre: die Großen in der Grundschule und darüber
Kinder in diesem Alter können echte Verantwortung übernehmen und tragen einen spürbaren Teil des Haushalts mit.
- Spülmaschine ein- und ausräumen
- Müll und Altpapier rausbringen
- Staubsaugen
- Beim Abendessen helfen
- Mit dem Hund rausgehen
- Bettwäsche wechseln
- Laub harken oder einfache Gartenarbeit
Ab 13 Jahren: Teenager
Ziel sind Aufgaben, die echte Selbstständigkeit und Lebenspraxis aufbauen.
- Wäsche von Anfang bis Ende waschen
- Eine einfache Mahlzeit für die Familie kochen
- Rasen mähen
- Das Bad putzen
- Das Auto waschen
- Kurz auf jüngere Geschwister aufpassen
- Den eigenen Schul- und Terminplan selbst verwalten
Jedes Kind ist anders
Diese Bänder sind eine Orientierung, keine Regel. Manche Kinder sind früher so weit, manche später — und Sicherheit geht immer vor. Begleite neue Aufgaben, bis du sicher bist, und verschiebe eine Aufgabe ruhig ein Band nach oben oder unten.
So baust du den Plan, damit er funktioniert
Die meisten Aufgabenpläne scheitern nicht an den Aufgaben, sondern an der Umsetzung. Drei Regeln machen den Unterschied:
1. Wenige Aufgaben, klar definiert. Drei Aufgaben, die zuverlässig passieren, schlagen acht, die verhandelt werden. Und „Zimmer aufräumen“ ist keine Aufgabe — „Lego in die Kiste, Klamotten in den Schrank“ ist eine. Wie du das ohne Meckern durchhältst, liest du in unserem Ratgeber Kinder im Haushalt motivieren.
2. Sichtbar für alle. Ein Plan, den niemand sieht, existiert nicht. Ob Kühlschranktür oder App: Jedes Kind muss jederzeit sehen können, was heute dran ist — ohne dich zu fragen.
3. Bei Geschwistern: rotieren. Die unbeliebten Jobs — Müll, Spülmaschine — wechseln wöchentlich. Sonst führst du am Abendbrottisch Buch darüber, wer öfter dran war. Rotation beendet die „Das ist unfair!“-Debatte, bevor sie anfängt.
Morgens gilt das Ganze übrigens doppelt: Eine feste Morgenroutine für Kinder ist nichts anderes als ein Aufgabenplan mit Uhrzeit.
Papier oder digital?
Der ausgedruckte Plan am Kühlschrank ist ein guter Start. Seine Schwächen zeigen sich in Woche drei: Er wird übersehen, ist mühsam aktuell zu halten und motiviert von sich aus niemanden — das Erinnern bleibt an dir hängen.
Ein digitaler Aufgabenplan löst genau das. Kinder sehen ihre eigenen Aufgaben auf dem Handy oder Tablet, haken sie selbst ab und verdienen sich Münzen für Belohnungen. Der Plan ist immer aktuell, funktioniert für mehrere Kinder mit unterschiedlichen Aufgaben, und die App übernimmt das Erinnern. Wie so eine Aufgaben-App für Kinder im Alltag funktioniert, haben wir ausführlich aufgeschrieben.
So macht Raccoon es leichter
Raccoon Kids ist für genau diesen Plan gebaut:
- Altersbasierte Vorlagen schlagen für jedes Kind passende Aufgaben vor — du musst nicht bei null anfangen.
- Tägliche, wöchentliche und einmalige Aufgaben bilden jeden Rhythmus ab, den euer Plan braucht.
- Rotation zwischen Geschwistern verteilt die unbeliebten Jobs automatisch fair.
- Foto als Beweis und Bestätigung per Tipp: Dein Kind markiert die Aufgabe als erledigt, du bestätigst — von wo auch immer du gerade bist.
Fazit
Wähle für jedes Kind drei bis fünf Aufgaben aus dem passenden Altersband, mach den Plan sichtbar und lass unbeliebte Jobs rotieren — das ist der ganze Trick. Ob du die Aufgaben mit Taschengeld verknüpfst oder nicht, ist Familiensache; wichtig ist nur, dass die Regeln stabil bleiben. Fang diese Woche an — und wenn du die Version willst, die selbst erinnert, zählt und belohnt: Lade Raccoon Kids herunter.